2018-01-15T15:25:29+00:0015. Januar 2018|

Laienspielgruppe spendet für Hand in Hand

Seit 32 Jahren machen sie Theater, die Laienspielgruppe von Zellingen. Mittlerweile spielen neben den sieben Gründungsmitgliedern auch schon deren Kinder mit und die ersten Enkel stehen in den Startlöchern. Aber es gibt noch eine Tradition: Die Erlöse der jährlichen Aufführungen werden für gute Zwecke gespendet. „Dabei geht es uns vor allem darum, Kindern zu helfen“, sagt Monika Seibl, die erste Vorsitzende des Vereins: „Wir haben in unserer Gruppe so viele Kindere und so viel Freude mit ihnen, dass wir Kindern helfen wollen, denen es nicht so gut geht.“ Jetzt war es wieder soweit, die Laienspielgruppe spendete den Reinerlös aus zwei Jahren Spielzeit – insgesamt 7000 Euro.

Das Kloster Oberzell, das sich für junge Frauen in Not engagiert und der Verein „Haarfee“ der Kinderkrebshilfe erhielten je 500 Euro. Jeweils 3000 Euro bekamen unser Verein „Hand in Hand gegen Tay-Sachs und Sandhoff in Deutschland e.V.“ und das Kinderpalliativteam der Malteser in Unterfranken. Sonja Kneuer und Christina Gold vom Malteser-Kinderpalliativteam, Folker Quack, Birgit Hardt und Dario von „Hand in Hand“ kamen dann auch zur jüngsten Theaterprobe nach Zellingen, die Spenden offiziell entgegen zu nehmen.

Auch wenn die Grund-Finanzierung des Kinderpalliativteams durch die Krankenkassen inzwischen gewährleistet sei, benötigen wir dringend Spenden, sagte Sonja Kneuer. Denn man wolle auch über die medizinische Grundversorgung hinaus Angebote zum Beispiel für gesunde Geschwisterkinder erstellen. Derzeit betreut das Kinder-Palliativteam mit vier Ärzten, drei Pflegekräften, einer Sozialpädagogin und einem Seelsorger in ganz Unterfranken 20 Kinder mit einer lebensbegrenzenden Krankheit. Wichtigstes Ziel sei, die Kinder auch in akuten Situationen zu Hause zu betreuen, um Krankenhausaufenthalte möglichst oft zu vermeiden. Das Team sei rund um die Uhr in Rufbereitschaft. Auch der achtjährige Dario wäre ein Kandidat fürs Kinderpalliativteam. Er leidet an einer unheilbaren Stoffwechselstörung. Seine Eltern gründeten in Höchberg (Lkr. Würzburg) die Selbsthilfegruppe „Hand in Hand gegen Tay-Sachs und Sandhoff“. Ziel sei es, betroffene Familien dieser sehr seltenen Krankheit zusammenzubringen, die Krankheit bekannter machen und die Forschung zu unterstützen. Unser Vorsitzender Folker Quack berichtete, dass der Verein inzwischen in ganz Deutschland 25 betroffene Familien unterstützt. Birgit Hardt ergänzte, als wir selbst für Dario die Diagnose bekamen, sagte man uns, wir würden wahrscheinlich nie eine zweite Familie kennen lernen.

Die Zeitungslektüre habe die Laienschauspieler in diesem Jahr auf die beiden Projekte gebracht. In einer Ausgabe der Main-Post hätte ein Bericht über das Deutschlandtreffen von „Hand in Hand“ in Würzburg und die Finanzprobleme beim Kinderpalliativteam gestanden. Da hätte die Gruppe sehr schnell beschlossen, diese beiden Initiativen in diesem Jahr als Schwerpunkt zu unterstützen. Nach den Erzählungen von Sonja Kneuer, Birgit Hardt und Folker Quack sagte Monika Seibl bewegt: „Es war die richtige Wahl. Wir haben Spaß am Theaterspielen, freuen uns Menschen ein paar frohe Stunden zu bescheren und dabei auch noch Gutes zu tun.“ Der Spendenübergabe schloss sich eine Theaterprobe an. Denn am 9.März 2018 ist Premiere für das nächste Stück im Zellinger Pfarrheim. Weitere Termine sind der 10., 11. 15., 16., 17., und 18. März. Gespielt wird „Casanovas Comeback“, eine Komödie von Andreas Wening. „Es gibt wieder viel zu lachen“, sagt Monika Seibl. Der Kartenvorverkauf beginnt am Freitag, 23. Februar 2018 in der Drogerie Rohden in Zellingen, Turmstraße 6.

 

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