Über 200 Besucherinnen und Besucher kamen zum Benefizkonzert des Rimparer Gospel-Chor Troubadour in die St. Norbert-Kirche am Hexenbruch. Der Chor sang auf Einladung unserer Selbsthilfegruppe „Hand in Hand“.
Schon beim Einzug des Chores klatschten alle im Rhythmus mit. Nach einem weiteren Lied stellte unser Vorsitzender Folker Quack die Selbsthilfegruppe und unsere Arbeit vor. Der Verein bringe Familien und Patientinnen und Patienten zusammen, die an den sehr seltenen Stoffwechselstörungen Tay-Sachs, Sandhoff oder GM1 leiden.
Mit Spendengeldern wie aus diesem Benefizkonzert finanziert der Verein seine Arbeit, eine natürliche Verlaufsstudie und ein Register der Krankheit. Dies helfe bei der Behandlung und Entwicklung von Therapien. Noch gebe es kein Medikament gegen die Ursache der Krankheit, nur Symptome können behandelt werden. Aber in diesem Jahr startet in Deutschland eine Studie mit einem Wirkstoff, der den Verlauf der Krankheit verlangsamen soll.
Inzwischen vertrete der Verein über 80 Familien und Betroffene in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Einmal im Jahr treffen sich viele der Familien in Würzburg zur großen Familienkonferenz.

Mit dem Benefizkonzert wolle der Verein aber auch den Höchbergern etwas zurückgebe, führte Quack weiter aus. Fast alle Höchberger Vereine hätten schon Benefizaktionen für den Verein gemacht, viele Höchbergerinnen und Höchbergern würden den Verein als Fördermitglieder oder durch regelmäßige Spenden unterstützen. Da der Verein aber deutschlandweit aktiv sei, würde seine Arbeit in Höchberg selbst kaum sichtbar. Mit Aktionen wie diesem Konzert wolle der Verein den Höchbergern auch Danke für deren Unterstützung sagen.
Rund eineinhalb Stunden unterhielt der Chor Troubadour sein Publikum mit klassischen amerikanischen Gospeln, aber auch afrikanischen Spirituals, deutschen geistlichen Lieder und selbst französisches religiöses Liedgut erklang in der Kirche St. Norbert.
Dabei gelang es Chorleiter Frank Förster immer wieder, das Publikum zum Mitmachen zu bringen. So wurde oft mitgeklatscht, mitgesungen und sogar ein bisschen getanzt. Der Chor begeisterte mit seinen Arrangements, und die Solosängerinnen und Sänger sorgten für weitere Höhepunkte.
Alle Besucher gingen fröhlich und beschwingt nach Hause. Und es wurde auch reichlich gespendet. Über tausend Euro für die Arbeit der Selbsthilfegruppe landeten in den Spendenkörbchen
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